Praxisradar
Der nüchterne Blick
KI-Agenten klingen schnell nach Autopilot. In der Praxis sind sie heute vor allem dann stark, wenn Aufgaben klar umrissen sind, Quellen verfügbar sind und ein Mensch kritische Entscheidungen freigibt.
Heute sinnvoll
- Inbox- und Dokumentenvorbereitung
- Recherche mit Quellenliste
- Meeting- und Aufgaben-Zusammenfassungen
- Code-Änderungen mit Tests und Review
- Monitoring, wenn der Agent nur meldet und nicht blind handelt
Noch schwierig
- rechtlich oder finanziell sensible Entscheidungen
- unklare Aufgaben ohne Qualitätskriterien
- lange Ketten externer Aktionen ohne Zwischenprüfung
- Workflows mit vielen stillen Nebenwirkungen
Eine gute Faustregel
Je stärker eine Aktion nach außen wirkt, desto enger sollte der Agent geführt werden. Lesen, sortieren und vorschlagen ist deutlich risikoärmer als löschen, senden, buchen oder veröffentlichen.